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Chronologischer Abriss der Geschichte der TSV Pliezhausen 1902 e.V.
 
1902



 


 


" Der Zweck des Vereins ist die Förderung des deutschen Vereins als ein Mittel zur körperlichen und sittlichen Kräftigung. Pflege des Deutschen Bewusstseins und Vaterländischer Gesinnung. "

Dies war der Leitsatz für 26 Bürger aus Pliezhausen, die den Turnverein Pliezhausen im Februar gründen.

Die Gründungsversammlung findet in der Gaststätte " Zum Hirsch " statt.
Zum 1. Vorsitzenden werden der Hirschwirt Georg Münzinger, zum 2. Vorsitzenden Karl Gaiser und zum Turnwart Christian Ott gewählt. Christian Ott ist die Initiative zur Gründung des Vereins zu verdanken.

Die erste Satzung des jungen Vereins wird am 10. Mai beschlossen und ein Vereinsabzeichen wird kreiert.

Damals beträgt der Vereinsbeitrag 20 Pfennige im Monat.

Zu der Turnübungen treffen sich die Aktiven bis zum Jahre 1914 in der Hirsch-Scheuer. Die Geräte fertigten die Sportler selbst an.

1903

 

Bereits am 04. Oktober findet in Pliezhausen ein erstes gauoffenes Turnfest statt, bei dem die jungen Turner des Vereins schon beachtliche Erfolge erzielen können. Ihre Leistungen werden durch eine Spende von 80 Litern Bier vom Hirschwirten und der Pliezhäuser Brauerei Hahn honoriert.
1906
Der Turnverein Pliezhausen schließt sich dem Arbeiterbund ATB an. Auf Antrag des damaligen Turnwartes Göckeler beschließt die Vereinsversammlung mit 37:6 Stimmen diesen Schritt.
1908

 

Nicht zuletzt unter dem Einflüssen des Militärdienstes macht der Verein eine Krise durch. Deshalb wird zum 9. Juni eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Die Turner und Vereinsmitglieder werden zu regerer aktiver Beteiligung am Vereinsleben aufgerufen.
1912
Eine a. o. Mitgliederversammlung beschließt am 24. März de Verein als Arbeiterturnverein Pliezhausen zum Eintrag ins Vereinsregister anzumelden am 3. Dezember erfolgt der Eintrag ins Vereinsregister beim Amtgericht Tübingen
1914/1918
Eine Zwangspause im Vereinsleben bringt der 1. Weltkrieg. Fünfundzwanzig Vereinsmitglieder sind gefallen und 3 werden vermisst.
1919 Der Übungs- und Sportbetrieb wird wieder aufgenommen.
1920

 

Vom Militärverein Pliezhausen wird eine Fahne erworben, die in der Karlsruher Fahnenfabrik für 735 Mark umgearbeitet wird. Die Fahnenweihe des Arbeiterturnvereins Pliezhausen auf dem Festplatz in der Esslinger Strasse zeigt das Bild.

Im gleichen Jahr gründet der Arbeiterturnverein seine zweite Abteilung, die Fußballabteilung.

1921 Der " Sportclub 1921 Pliezhausen " wird als Fußballverein gegründet. Er hat seinen Sportplatz auf dem Hungerwasen.
1924 Der Arbeiterturnverein Pliezhausen weiht seinen neuen Sportplatz " Ob der Tellerhecke " ein.
1926

 


Bei den Zweieichen entsteht ein Turnplatz mit Gerätehaus (Backsteinbau). Diese Anlage wird am 3. Mai eingeweiht.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Turnen auf dem Platz bei der Kelter stattgefunden (hinter der ehemaligen Schillerschule).

Sowohl der Sportplatz als auch der Turnplatz mit dem Gerätehaus wird von den Mitgliedern in eigener Regie erstellt. Der Verein hat zu dieser Zeit etwa 130 Mitglieder.

1927 Am 26. Juli feiert der ATV Pliezhausen auf dem Zweieichen Turnplatz sein 25-jähriges Jubiläum.
1928

 

 

Der Arbeiterturnverein Pliezhausen stellt aus seinen Reihen einen Spielmannszug auf. Vierzehn aktive Trommler und Pfeifer musizieren.

Der Arbeiterturnverein 1902 Pliezhausen und  der Sportclub 1921 Pliezhausen schließen sich zusammen. Der neue Verein, die "Arbeiterturn- und Spielvereinigung Pliezhausen", hat 190 Mitglieder.

1930
Im Neckartal wird von der Gemeine ein neuer Sportplatz gebaut und am 29. Juni vom Verein eingeweiht. Der Sportplatz ob der Tellerhecke und der Turnplatz Zweieichen werden aufgegeben. 
1933


Auch die Arbeiter Turn- und Sportvereinigung Pliezhausen wird ein Opfer der politischen Ereignisse. Das Dritte Reich verlangt die Auflösung des Vereins. Das Vereinsvermögen wird beschlagnahmt.

An die Stelle des verbotenen Vereins tritt im selben Jahr der "Turnverein 1933 Pliezhausen".

1934/1938 In den folgenden Jahren herrscht reger, wenn auch unauffälliger Übungs- und Sportbetrieb.
1939

Der Ausbruch des 2. Weltkrieges unterbricht die Vereinsarbeit und legt das Vereinsleben brach.

Im Krieg gefallen sind 24 Mitglieder und weitere 10 vermisst.

1945

 

Unter dem Namen "Sportverein 1945 Pliezhausen" wird der Verein neu gegründet.

Am 9. November bestreitet die Fußballmannschaft des Vereins ihr erstes Spiel nach dem Krieg in der Kreisklasse.

1946
Die erste Vereinsversammlung nach dem Krieg wird am 23. Dezember abgehalten. 51 Mitglieder wählen einen neuen Vorstand. Alfred Kern wir 1. Vorstand.
1948

 

 

 

 

Bereits am 6. Februar 1946 reicht man bei der französischen Militärregierung ein Gesuch um Genehmigung zur Gründung eines Sportvereins in Pliezhausen ein.

Aber erst am 29. April 1948 erteilt die französische Militärregierung die Genehmigung.

In den ersten Jahren nach der Neugründung des Vereins beherrscht der Fußball das Vereinsgeschehen.

Bei einem Fußball - Länderspiel Württemberg gegen Baden wirken die Pliezhäuser Spieler Adolf Münzinger und Reinhold Schöller mit.

In der Saison 1947/1948 wird die Pliezhäuser Mannschaft Meister der Bezirksliga Alb und nimmt an den Aufstiegsspielen zur Landesliga teil; leider ohne Erfolg.

1951

 


Der Verein erhält seinen heutigen Namen:
                                      "Turn- und Sportverein 1902 Pliezhausen e. V".
Der Eintrag ins Vereinsregister beim Amtsgericht in Tübingen datiert vom 1. Juli 1952.

Im September beschließt der Vereinsausschuss die Sparte Turnen beizubehalten und zu fördern. Der Übungsbetrieb im Geräteturnen wir wieder aufgenommen. 

1952
Am 29. Juni 1952 feiert der Verein sein 50-jähriges Jubiläum. Es werden 31 Mitglieder für 50-, 40-, 25-järige Mitgliedschaft geehrt.
1954 Die Turner des TSV Pliezhausen nehmen wieder regelmäßig an Gauturnfesten teil, erstmals in diesem Jahr.
1955 Die Männerriege des TSV Pliezhausen nimmt am Landesturnfest in Ulm Teil.
1956 Die Fußballmannschaft des TSV Pliezhausen steigt von der A-Klasse, der sie seit 1949 angehört, in die B-Klasse ab.
1957 Am 14./15. September ist der TSV Pliezhausen Ausrichter der Gaujugend Turn- und Sporttage.
1958 Ein Höhepunkt für die Turnerinnen und Turner aus Pliezhausen ist die Teilnahme am Deutschen Turnfest in München.
1966 Der TSV Pliezhausen ist Gastgeber der Gauturntage Achalm.
1968

 

 

 

Am Sportplatz im Neckartal erstellt der TSV Pliezhausen eine der ersten Flutlichtanlagen in der Region und weiht den ersten Bauabschnitt ein.

Für den Bau eines eigenen Sportheims, das im neuen Sportzentrum der Gemeinde Pliezhausen an der Tellerhecke seinen Platz finden soll, läuft eine Bausteinaktion an.

Die Turnerinnen und Turner des TSV Pliezhausen besuchen das Deutsche Turnfest in Berlin.

1969

 

 

 

 

Die erste Fußballmannschaft des TSV Pliezhausen wird Meister der B-Klasse Reutlingen und steigt in die A-Klasse Alb auf.

Als dritte selbstständige Abteilung des TSV Pliezhausen wird am 17. November die Leichtathletikabteilung gegründet.

Die Sportanlage im Neckartal muss aus verkehrstechnischen Gründen aufgegeben werden. Auf der Tellerhecke entsteht ein gemeindeeigenes Sportgelände. Dort errichtet der TSV Pliezhausen ein provisorisches Sportheim und verlegt die Flutlichtanlage vom Neckartal an den neuen Sportplatz. Zur Stromversorgung und für den Telefonanschluss im neuen Sportgelände verlegt der Verein 1,2 km Erdkabel. Der TSV baut auch die Einschränkung des Hartplatzes und eine Kläranlage für das geplante neue Sportheim.

1970 Die Leichtathletikabteilung des TSV Pliezhausen und des SV Pfrondorf gründen am 20. Januar die LG Pfrondorf/Pliezhausen.
1971

 

 


Die LG Pfrondorf/Pliezhausen wird umbenannt in LG Schönbuch. Erste Erfolge der LG: 5 württ. Meistertitel und 13 Bezirksmeisterschaften.

Am 19. Juli 1971 erfolgt die Grundsteinlegung für das neue Sportheim. Bereits am 19. November kann das Richtfest gefeiert werden.

Sportlicher Höhepunkt des Jahres ist ein internationales Fußball-Freundschaftsspiel zwischen der 1. Mannschaft des TSV Pliezhausen und  der A-Jugendauswahl des deutsch-amerikanischen Fußballbundes.

1972

 

 

 

 

 

 

Mit Sportwochen vom 24. Juni bis 9. Juli 1972 feiert der TSV Pliezhausen sein 70-jähriges Jubiläum, die Eröffnung des neuen Sportheimes und zusammen mit den Bürgern der Gemeinde die Einweihung des Schönbuchs-Stadions. Alle Vereine aus Pliezhausen beteiligten sich mit eigenen Beiträgen.

Ein struktureller Wandel in der Turnabteilung weg vom Leistungssport hin zum Freizeit- und Gesundheitsport zeichnet sich ab: Stichwort Breitensport. Die Mutter und Kind Gruppe wird gegründet und es entstehen Fitness-, Frauengymnastik- und Jedermanngruppen, wo sich neben den vom Leistungssport zurückgetretene Sportlerinnen und Sportlern, auch viele gesundheitsbewusste Mitbürger treffen.

Das Kreisfinale "Jugend trainiert für Olympia - Leichtathletik" findet in diesem Jahr erstmals in Pliezhausen statt. Der TSV ist mit seinem neuen Sportheim Gastgeber der Veranstaltung. Aktiv beteiligen sich der TSV Pliezhausen und die LG Schönbuch mit Kampfrichtern und Helfern. Eine gute Zusammenarbeit mit den Schulen beginnt. Das Kreisfinale entwickelt sich bis heute zur größten Schulsportveranstaltungen in Deutschland. 

1973

 

 

Die Bewirtung der Gaststätte im Sportheim übernimmt die Familie Welker. Die Arbeiten am neuen Sportheim werden abgeschlossen und  die Kegelbahn fertiggestellt.

Paul Schwaiger wird zum Ehrenoberturnwart ernannt. Er ist der Mann, der die Turnabteilung seit den späten 20er Jahren deutlich geprägt hat.

1974 Die Tischtennisabteilung wir als 3. Abteilung des TSV gegründet.
1976

 

 

 

 

 


Die 1. Fußballmannschaft des TSV wir Meister der A Klasse Alb und steigt in die 2. Amateurliga Württemberg Gruppe 4 auf. (heute Landesliga)

(Jürgen Hahn, ein herausragender Fußballspieler, erliegt einer heimtückischen Viruserkrankung)

Der TSV Pliezhausen und  der SSV Rübgarten gehen in der Jugendarbeit neue Wege: sie gründen die Jugendfußballspielgemeinschaft Pliezhausen. Der Zweck der Spielgemeinschaft ist eine gezielte Nachwuchsförderung in allen Altersklassen, von der F-Jugend bis zur A-Jugend. Ein lückenloser und attraktiver Spielbetrieb in Pliezhausen soll vor allem besonderst veranlagte Spieler davon abhalten nach Reutlingen, Tübingen, Metzingen etc. abzuwandern.

Der Bau der Kunststoffbahn im Schönbuchstadion bringt der Leichtathletik in Pliezhausen einen enormen Aufschwung. In den wenigen Jahren seit 1972 erringen die Athletinnen und Athleten beachtliche Erfolge. Die LG Schönbuch ist, nicht zuletzt auch durch die Ausrichtung nationaler und internationaler Sportwettkämpfe, eine gute Adresse im württembergischen Leichtathletikverband.

1977

 

 

 

 

 

 

 

Die Geschäftsstelle des TSV Pliezhausen, von Beginn an durch Ingeborg Günther geleitet, wird 10 Jahre. Die Einrichtung einer Geschäftsstelle hat sich sehr bewährt.

Im Mai gibt es den ersten Pächterwechsel in der Stadiongaststätte. Dem Ehepaar Welker folgt das Ehepaar Schwaiger.

Erstmals erscheint der Fußballkurier, die Stadionzeitung des TSV. Die ersten Gestalter sind Wolfgang Haselwander, Helmut Spröber und Ewald Walker.

Das 75 jährige Jubiläum des TSV wird vom 11. bis 19. Juli durch Sportwochen gefeiert. Alle Pliezhäuser Vereine sind aktiv beteiligt.

Die Skiabteilung wir gegründet mit dem  Ziel, abteilungsübergreifend die Mitglieder auch gesellschaftlich näher zu bringen.

Die Hallenkapazitäten in Pliezhausen reichen durch die Ausweitung im Breiten- und Gesundheitssport nicht mehr aus. Erste Rufe nach einer neuen Sporthalle werden laut.

1978

 

(Der TSV kann durch Rückzahlung von Privatdarlehen die Schulden deutlich abbauen.)

Das erste Otto Haug Turnier wird durchgeführt.

1979 Mit Gästen aus den USA wird das 2. Otto Haug Turnier ausgetragen.
1980

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Zur Sicherstellung der Stromversorgung für Sportheim und Flutlichtanlage wird eine Trafostation errichtet. Der TSV ist mit DM 12.000 an den Kosten beteiligt.

Die Gaststätte wird neu verpachtet: dem Ehepaar Schwaiger folgt das Ehepaar Nagy-Vargas. Damit beginnt eine lange währende gute Zusammenarbeit.

Die Gründung einer Radabteilung wird von der Generalversammlung einstimmig beschlossen. Schon von 1898 bis zum Beginn des 2. Weltkrieges gab es in Pliezhausen eine Radsportgruppe, die sich dann aus politischen Gründen auflöste.

Der TSV Pliezhausen richtet vom 4. bis 6. Juli das 69. Gauturm- und Schwimmfest des Turngau Achalm aus. Über 700 Teilnehmer treten zu den sportlichen Wettkämpfen in Pliezhausen und Metzingen (hier findet das Schwimmen statt) an. Die Organisation lag vor allem in den Händen von Karl und Emil Zimmermann sowie Paul und Willi Schwaiger. Mit Jutta Knecht stellt der TSV auch eine Turnfestsiegerin.

Die 1. Fußballmannschaft erringt den 5. Platz in der Landesliga. Höhepunkt 1. DFB Pokalrunde gegen den 2. Bundesligisten SSV Ulm. Ergebnis 0:3

Erwin Böltz übernimmt ab 1. Juli hauptamtlich die Pflege des Schönbuchstadions. Diese Regelung hat sich sehr positiv auf den Zustand der gesamten Anlage - drei Sportplätze, die Wettkampfbahn und  das umliegende Terrain - ausgewirkt. Auch um unser Sportheim, vor allem die Umkleide- und Sanitärräume, kümmert er sich. Über die Jahre hinweg bis heute erfüllt Erwin Böltz diese Aufgabe exzellent. Wenn auch manchmal der eine oder andere schimpft, weil ein Platz gesperrt ist, oder es nicht so geht wie er es  sich gerade vorstellt; im Nachhinein zeigt sich dann fast immer, dass Erwin doch richtig handelt, weil er einfach das Gesamte sieht und alle sind wieder zufrieden. Deshalb bedanken wir uns alle , Sportler und Funktionäre, recht herzlich bei Erwin Böltz und hoffen, dass er noch lange für uns diese, nicht immer einfache, Aufgabe erfüllen kann.

1981

 

 

 

 

 

 

Ein Brand in der Pächterwohnung, ausgelöst durch die Implosion des Fernsehapparates, sorgte für große Aufregung. Das rasche Eingreifen der freiwilligen Feuerwehr Pliezhausen verhindert Schlimmeres.

Der Trend zum Freizeit- und Gesundheitssport hält an, wird aber durch die angespannte Hallensituation erheblich behindert.

Erste Erfolge im Radsport lassen aufhorchen: Ruth Schmid erringt 10 Siege. Sie wird württembergische Meisterin und Bezirksmeisterin; bei der deutschen Meisterschaft belegt sie Rang 7. Aber auch im Hobby-Radeln sind die Pliezhäuser sehr aktiv. Es werden einige Rundrennen in Pliezhausen durchgeführt, alle sind sehr euphorisch und  niemand glaubt, dass die Radabteilung nur ein kurzes Intermezzo spielt. Bereits nach vier Jahren löst sich die Radabteilung wieder auf. Aus welchen Gründen auch immer, legen die Initiatoren ihre Ämter nieder und es findet sich niemand, der fachlich in der Lage ist die Radabteilung zu führen. Dazu trägt auch die Abwanderung der Leistungsträger bei. Sie schließen sich einem reinen Radsportverein an, weil sie dort, vor allem durch die Bahn, wesentlich bessere Trainingsbedingungen haben. Der Radsportbetrieb in Pliezhausen muss leider wieder eingestellt werden.

1982 Die 1. Fußballmannschaft verpasst knapp den Aufstieg in die Verbandsliga, sie erreicht nur den undankbaren 2. Platz in der Landesliga.
1983


Die erste Mannschaft wird Meister der württ. Landesliga und steigt in die Verbandsliga auf.

Der Gemeinderat genehmigt die Bandenwerbung im Schönbuchstadion, was wesentlich zur Verbesserung der Finanzen des TSV beiträgt.

1984


Mit Erreichen des 15. Tabellenplatzes kann sich der TSV in der Verbandsliga halten.

Für die Platzansage und  den Getränkeverkauf wird im Stadion ein Container aufgestellt. Er ersetzt das Provisorium "Blunazelt", das  sich lange Jahre bewährte.

1985 Der Gemeinderat stellt die Weichen für den Bau eines neuen Rasenspielfeldes, einer Finnbahn und  die Erweiterung der Geräteräume sowie den Ausbau der Umkleide- und Sanitärräume im Sportheim.
1986


Im Sportheim werden umfangreiche Reparatur- und Renovierungsarbeiten durchgeführt. Ein neuer Heizkessel wird eingebaut und  die Wasserleitungen und Armaturen im Sanitärbereich ausgewechselt.

Das dritte Jahr Verbandsliga schließt die 1. Mannschaft mit einem hervorragenden 4. Platz ab.

1987

 

 

 

 

 

 

Umfangreiche Bauarbeiten prägen dieses Jahr. Die Geräteräume werden erweitert, ein neuer Umkleideraum mit Sanitärtrakt für Frauen kommt hinzu. Die Abdeckung dieser neuen Räume ergibt eine Freiterrasse für die Gaststätte. Zum Vereinszimmer wird ein Zugang von außen geschaffen, um eine bessere Nutzung als Wettkampfbüro bei Veranstaltungen im Stadion zu ermöglichen.

Der Bau des 2. Rasenplatze beginnt. Das schlechte Wetter bedingt, das er erst im nächsten Jahr bespielbar ist. Die Finanzierung erfolgt durch die Gemeinde, eine WLSB-Zuschuss, durch umfangreiche Eigenleistungen und  durch Spenden. Die planerische und organisatorische Abwicklung liegt bei Horst Saur und Ludwig Henzler zeichnet für die bauliche Durchführung.

Eine neue Dreifachsporthalle beim Schulzentrum ist im Bau. Sie wird 1988 eingeweiht werden. Damit zeichnet sich eine große Entlastung für die Hallensportarten und  den Breitensport ab.

Im 4. Jahr Verbandsliga muss die erste Mannschaft den bitteren Weg des Abstieges in die Landesliga gehen. Die Jugendfußball-SG Pliezhausen veranstaltet ihr 1. internationales A-Jugendturnier mit namhaften Teams. Die Jungs aus Split werden Sieger.

1988

 

 

Der zweite Rasenplatz mit Flutlichtanlage und  die Finnbahn werden fertiggestellt und in Betrieb genommen. Durch viele Eigenleistungen kann die finanzielle Belastung des TSV in Grenzen gehalten werden.

Die neue Dreifachsporthalle wird mit einem umfangreichen Programm aller Vereine und der Schulen eingeweiht.

Die erste Mannschaft erreicht Platz 9 in der Landesliga.

1989

 

 

Die Fechtabteilung und  die Basketballabteilung werden gegründet.

Das Projekt Schule/Verein läuft an. Die Zusammenarbeit ist in der Leichtathletik, Turnen, Gymnastik und Basketball.

Fußball: 11. Platz in der Landesliga.

1990

 

 


Der SV Gniebel tritt der Fußballjugendspielgemeinschaft bei. Damit sind die drei Sportvereine Pliezhausens in der Jugendarbeit vereint.

(Ludwig Henzler tritt als 1. Vorsitzender zurück. Neuwahl: 1. Vorsitzender Adolf Stromberger, 2. Vorsitzender Ludwig Henzler.)

Die Kegelbahnen werden mit einem Kostenaufwand von DM 12.000 gründlich renoviert.

Fußball: 1. Mannschaft Platz 2 in der Landesliga; 2. Mannschaft platz 2 in der Kreisliga B.

1991

 

 

Eklat in der LG Schönbuch; Jeggle und Mayer gründen LAC.

Die 1. Fußballmannschaft verpasst wiederum knapp den Aufstieg in die Verbandsliga.

Die 2. Mannschaft wird Meister und steigt in die A Klasse Reutlingen auf.

1992

 

 

 

 

Im Festzelt auf dem Stadionparkplatz begehet der TSV sein 90. Geburtstag.

An den Feierlichkeiten der Gemeinde Pliezhausen zum 900-jährigen Bestehen ist der TSV aktiv beteiligt. U. a. beim Festumzug und am 27. und 28. Juni betreibt das TSV-Team eine Ochsenbraterei beim marktplatzfest.

In einer a. o. Mitgliederversammlung wird die überarbeitete Satzung des TSV 1902 Pliezhausen e. V. mit 72 ja- und 2 Nein- Stimmen verabschiedet.

Die 1. Mannschaft wird Meister der Landesliga Staffel 3 und steigt in die Verbandsliga auf.

1993

 

 

Vom Amtsgericht monierte Punkte werden in der neuen Satzung eingearbeitet. In der a. o. Mitgliederversammlung vom 17.09.93 wird die Satzung dann endgültig einstimmig verabschiedet. Der Eintrag ins Vereinsregister beim Amtsgericht Reutlingen erfolgt am 1.12.1993.

Die 1. Mannschaft muss wieder den Weg in die Landesliga gehen.

1994 Die Warmwasseraufbereitung wird erneuert (Kessel war durchgerostet); Kosten DM 32.000.
1995 Paul Schwaiger verstorben.
1996 Ludwig Henzler verstorben.
1997

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umfangreiche Renovierung und Neumöblierung der Gaststätte. Neue Trennwand zwischen Saal und Gastraum. Sehr viele Arbeiten wurden in Eigenleistung erledigt. Finanzielle Unterstützung durch die Firma Getränke Bayer und  die Zwiefalter Klosterbrauerei. Der Heizöltank wurde durch den Einbau einer Folie saniert: Kosten DM 10.000.

Der erste Familientag des TSV, anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Schönbuchstadions ist ein voller Erfolg, wenn auch nicht alle Beiträge und Vorführungen der einzelnen Abteilungen wegen des schlechten Wetters über die Bühne gehen können.

Verbunden mit der Veranstaltung im Stadion ist die dritte Sportlerehrung durch die Gemeinde. Im kleinen Festzelt verleiht der Bürgermeister Brucker an über hundert Sportlerinnen und Sportler der Pliezhäuser Vereine silberne oder bronzene Medaillen. 

"Die Sportlerehrung soll die gemeinsame Freude und  den Spaß am Sport dokumentieren", erklärt Brucker den versammelten Athleten. "Gerade das Miteinander muss in der Gemeinde wieder eine größere Bedeutung gewinnen".

Einer, dem das Miteinander im Sport besonderst am Herzen lag, wird gleich zu Beginn der Festveranstaltung geehrt. Der TSV Pliezhausen weiht einen Gedenkstein zur Würdigung des langjährigen 1. Vorsitzenden Ludwig Henzler ein. Ludwig Henzler starb im Februar des vergangenen Jahres. Die Geschicke des Vereins lagen über 18 Jahre in seinen Händen. Neben der Vereinsarbeit hat er vor allem beim Aufbau des Sportheims und  der Sportanlage wertvolle Dienste für den TSV Pliezhausen und für seine Heimatgemeinde Pliezhausen geleistet.

"Seine freiwillige ehrenamtlich übernommenen Aufgaben hat Ludwig Henzler stets als Auftrag und selbstverständliche Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft gesehen", betont Adolf Stromberger der amtierende Vorsitzende des TSV, in seiner Laudatio. Als begeisterter Fußballanhänger hat sich Henzler insbesondere für den Aufbau der Fußballabteilung eingesetzt, wofür ihm diese, nach den Worten von Stromberger, noch einmal besonders danke.

1998


Renovierung der Decke im Saal und Vereinszimmer. Wiederum durch das große Engagement unserer Mitglieder konnten die Kosten mit DM 16.000 in Grenzen gehalten werden.

Nach fast 18 Jahren gibt das Ehepaar Nagy-Vargas die Gaststätte ab. Ein kurzes Intermezzo folgt durch Fam. Gadze.

1999

 


Die Polsterung der Bestuhlung im Saal, dem Vereinszimmer und  den Kegelbahnen wird in Eigenleistung durchführt, lediglich Materialkosten fallen an.

Neuer Pächter ab April H.-J. Jung und sein Team.

Die Einführung des Kurssystems im Turnen, eine Maßnahme die im Trend der Zeit liegt, ist ein voller Erfolg.

2000

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Generalversammlung wird Ingeborg Günther für ihr langjähriges Engagement im TSV Pliezhausen zum Ehrenmitglied ernannt. Seit ihrem Eintritt in den Verein 1964 führt die Trägerin der Pliezhäuser Bürgermedaille das Amt der Schriftführerin bzw. Geschäftsführerin des TSV. "Ingeborg Günther hat fast ein ganzes Leben lang für den Verein gerackert und gearbeitet. Dafür sind wir ihr zu besonderem Dank verpflichtet", lobt der Vorsitzende Adolf Stromberger in seiner kurzen Laudatio. Mit langanhaltendem kräftigen Applaus huldigt die Versammlung Ingeborg Günther. 
(Eine Anhebung der Beiträge und  die Umstallung auf € wurde von der Jahreshauptversammlung einstimmig genehmigt. Neue Beiträge: Jugend 38, Erwachsene 50 und  Familien 110 €.)

Wir sind nun am Ende unserer Chronik und hoffen, das sie einen guten, wenn auch vielleicht lückenhaften Blick in die Vereinsgeschichte gibt. Es ist nicht immer leicht an Quellen und Bilder aus frühren Zeiten heranzukommen. Wir bedanken uns bei all denen, die durch Bildmaterial und auch mündliche Berichte zu dieser Übersicht beigetragen haben.

Schließen wollen wir diesen Streifzug durch die einhundertjährige Geschichte des TSV 1902 Pliezhausen mit einem Zitat aus der heutigen Satzung, das zugleich der Leitsatz unserer modernen und vorwärtsstrebenden Vereins ist.

Der Verein setzt sich zur Aufgabe, nach dem Grundsatz der Freiwilligkeit und unter Ausschluss von parteipolitischen, rassischen und konfessionellen Gesichtspunkten, durch die Förderung des Sports, der Gesundheit der Allgemeinheit, insbesondere aber der Jugend, zu dienen.
(§ 2 Abs. 2 der Satzung des Turn- und Sportverein 1902 Pliezhausen e. V. vom Oktober 1993.)

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